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Mein Bus-Tagebuch

Heute habe ich einen Entschluß von epischer Reichweite gefaßt: Der Bus müßte mal wieder auf die Straße! Nachdem ich ihn beinahe verkauft hätte, und nur die schlichte Tatsache daß er nur vom Stehen immer mehr wert wird ihn d a v o r gerettet hat. Ein wenig Vorbereitung muß allerdings sein. Ich bin Dauerleser des Baywindow-Forums bei TheSamba, habe mir die M-Ausstattungsplakette mit dem M-Plate Decoder entschlüsselt, habe mir Prospekte und Anleitungen im Internet zusammengesucht und die Papiere sortiert die mit dem Bus kamen und wäre beinahe in die T2 IG eingetreten. Außerdem habe ich mir bei VW eine Geburtsurkunde bestellt und erhalten. Alles so Sachen, mit denen man sich so beschäftigt, wenn man zwar anfangen möchte, aber nicht so recht weiß wie oder die Traute nicht reicht...

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Bestandsaufnahme

Aber für einen flüchtigen Blick hat es schon gereicht. Nachdem ich mir wirklich nicht mehr sicher war, ob der Bus einen Bremskraftverstärker hat, bin ich in die Scheune gefahren und habe halt mal nachgeschaut. Hat einen, war mir doch so. Als ich da so unter dem Auto im Staub lag, habe ich mir natürlich nicht nur den (rostigen) Bremskraftverstärker angeschaut. Vielmehr habe ich auch den Rahmen mal näher beäugt. Auf den ersten Blick gar nicht so schlimm wie ich gedacht hätte. Natürlich weiß ich nur noch allzu genau wo die für den TÜV zugepfuschten Rostherde sind, aber in Stücken kommt einem der Unterbau auch nicht entgegen. Das hatte ich befürchtet. Auch die Kniestücke sehen von hinten betrachtet nicht so schlimm aus wie von außen. Na, man wird sehen.

Bremskraftverstärker, leicht knusprig Rahmen Wo ist der Motor?
Der Bremskraftverstärker hat etwas Patina angesetzt... Erstaunlich gut aussehender Rahmen, wenn man mal von diesem Rohr absieht. Oh, geil! Hier liegt noch ein Ersatzmotor im Kofferraum!

Das Beste am Bus war sowieso von Anfang an seine unverbastelte Inneneinrichtung. Und die ist ja noch da, wenngleich etwas angestoßen. Und hier und da hat sich ein wenig Schimmel eingeschlichen, aber nichts dramatisches. Mehr als man nach über 15 Jahren in diversen Scheunen erwarten darf.

Der Kommandostand Die gute Stube
Führerhaus mit selbst lackiertem Armaturenbrett. Der Farbton aus der Dose passt zwar nicht, sieht in Wirklichkeit aber auch nicht so quietschig aus wie im Bild. Im Wohnzimmer liegt noch die schöne Tagesdecke auf...

Was der Motor für Überraschungen parat hält findet man dann bei Gelegenheit heraus. Wie Neu hört er sich natürlich nach all der Zeit nicht mehr an. Ich tippe auf diverse kaputte Auspuffteile und das Ventilspiel stimmt schon mal vorne und hinten nicht mehr. Immerhin: Er läuft. Anzusehen in diesem Film:

Da zog er mal wieder (Und hoffentlich zum letzten Mal) um.

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Volkswagen ohne Raum

Nur: Wohin damit? So ein Bus ist ja doch schon etwas größer als ein Mofa. Und mir ist ja auch die Garage* gekündigt worden. Ist ja auch so wichtig, das der scheußliche W210 vom neuen Mieter eine Garage bekommt! Rostet doch so oder so! Deshalb steht das Cabrio jetzt im Stall. Und ob der Bus sich irgendwie sinnvoll in den Stall praktizieren läßt, muß sich auch erst noch rausstellen. Edit: Das würde gehen, wenn man das Campingdach vorher abnimmt und ein Rollgestell statt der Räder anbaut. Sonderlich hoch ist die Decke nicht... Fest steht nur: Der Mondeo muß jetzt wohl endgültig auf den Schrott, damit man in der Scheune noch mal was unterstellen kann. Denn im Stall ist der Platz auch knapp. Nachdem ich mir in den letzten Jahren aktiv einen recht beachtlichen Maschinenpark zusammengekauft habe, drängeln sich auf dem Raum der mal zum Hinstellen der zu restaurierenden Autos vorgesehen war diverse Geräte.

*Nomenklatura: Garage bezeichnet die angemietete Garage, in der das Cabrio früher stand. Scheune bezeichnet den angemieteten Stellplatz im Nachbardorf, in dem die Autos und Teile rumstehen. Stall ist die Garage zu Hause, heißt so weil es früher mal als Stall gedacht war. Und auch war: 2 Säue und ein Eber haben bis in die frühen 70er da neben Papis Opel gewohnt :)

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Die letzte Schlacht ist entschieden

Okay, mein Kleinhirn hat einen erbitterten Krieg mit meinem Großhirn geführt. Und ausnahmsweise hat das Großhirn gewonnen. Der Bus rutscht auf der Liste einen Platz nach hinten, die Baustelle ist mir zur Zeit einfach zu umfangreich. Aber: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In der Zwischenzeit habe ich mir einen vermeintlich leichteren Gegner gesucht. Der Kübelwagen ist zuerst an der Reihe. Aber da muß das Häuschen auch runter, die Schweller sind morsch, weia! Lest es selbst im Kübeltagebuch. Hier geht es später weiter...

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Kleiner Scherz am Rande

Noch ein kleiner Nachtrag. Ich habe in der Scheune im Bus gesessen und darauf gewartet daß mein Helfer zur Kübelbergung kommt. Als ich da so saß, dachte ich "In der Geburtsurkunde steht doch, daß der Bus ein Schlechtwetterpaket hätte." Das beinhaltet Scheibenwischer mit Intervall, ich meine mich allerdings daran erinnern zu können daß mein damaliger Buskumpel und ich immer gesagt haben, wie praktisch so eine Intervallschaltung wäre. Ich hatte keine, meine ich. Okay, wahrscheinlich mal einen anderen Lenkstockschalter gekriegt. Oder doch nicht? Also bin ich in's Führerhaus geklettert und habe den Wischerschalter durchprobiert. Und siehe da: Hat eine Raste nach unten, ich bin also Jahrelang mit dem Intervallwischer rumgefahren, ohne es zu peilen! Manchmal fragt man sich...

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